In eigener Sache: Auszug aus dem GründerinnenZentrum

Das Büro im GründerinnenZentrum ist ausgeräumt. Die Möbel abgebaut, der letzte Müll in der Mülltonne verstaut und der Teppich gesaugt. Ich habe heute mein Büro aufgelöst und am Dienstag wird es offiziell der Wirtschaftsförderung Dortmund übergeben, die Trägerin des GründerinnenZentrums ist.

Damit gebe ich aber keineswegs mein Unternehmen auf. Im Gegenteil, ich schaffe endgültig den Absprung aus der Nordstadt. Nach dem wir schon privat in die Innenstadt gezogen sind, habe ich vorläufig mein Büro auch in die eigenen vier Wände verlegt, suche aber nach einem kleinen Büroraum bzw. einen Arbeitsplatz in einer Bürogemeinschaft in der erweiterten Innenstadt/Unionsviertel/Klinik-/Kreuzviertel. Bisher habe ich noch nicht das Passende gefunden. Falls Sie Kenntnis über Räumlichkeiten in besagten Vierteln in Dortmund haben, hinterlassen Sie mir gerne einen Hinweis in den Kommentaren. Danke.

Warum jetzt?

Das GründerinnenZentrum wird sich verändern und die Situation vor Ort entspricht nicht mehr dem, was ursprünglich einmal angedacht war. Das ist verständlich, wenn man ein Projekt wie das Zentrum weiterentwickeln möchte. Leider kam es dabei zwischenzeitlich zu Spannungen und Missstimmungen unter allen Beteiligten. Da ich nun auch nicht mehr in der Nordstadt wohne, war es daher nur noch eine Frage der Zeit, bis ich auch beruflich aus der umstrittenen Dortmunder Nordstadt weggehen würde.

Auch der Umzug an den neuen Standort an den Hohen Wall (ab Oktober 2016) wäre nur eine Zwischenlösung, da auch dieser Standort nur vorläufig bis Ende 2017 geplant ist. Die Umstände dort vor Ort sind auch nicht perfekt persönlich für mich, auch wenn es quasi um die Ecke wäre. Ich wünsche aber dem GründerinnenZentrum für die Zukunft alles Gute, die Förderung und Beratung von Gründern (vor allem Frauen) ist ein essentieller Bestandteil, um den Wirtschaftsstandort Dortmund in Zeiten der digitalen Transformation wettbewerbsfähig zu halten.

Was sind die Gründe?

Bisher war es schwierig, Kunden zu gewinnen. Die Nordstadt hat schon wie angedeutet nicht den besten Ruf. Dorthin verirrt sich kaum sog. „Laufkundschaft“. Immerhin bin ich selten darauf angewiesen. Die meisten meiner Kunden finden mich über verschiedene Onlinewege. Dennoch ist diese Lage und Adresse definitiv auf lange Sicht ein Hindernisgrund.

Auch für meine im letzten Winter angebotenen Seminare war es schwierig, Publikum zu finden. Vor allem Frauen möchten ungern allein abends in die Nordstadt. Das klingt zwar dramatischer, als es vielleicht ist. Dennoch ist auch dies kein Pluspunkt für meinen weiteren Verbleib in der Nordstadt.

Wie wird es nach dem GründerinnenZentrum weitergehen?

Da ich zur Zeit eher Workshops bei Kunden gebe bzw. in Projekten vor Ort beim Kunden arbeite, ist auch ein großes Büro für Kundenbesuche erst einmal nicht nötig. Dennoch suche ich natürlich weiter. Auf Dauer ist Zuhause für mich keine Option. Gerne würde ich aber in Zukunft wieder eigene Seminare anbieten. Dazu werde ich mir wohl aber in der ersten Zeit externe Seminarräume anmieten. Mehr Informationen dazu demnächst natürlich auf Website und Blog sowie auf Facebook.

Wie oben schon geschrieben: falls Sie Kenntnis über passende Räumlichkeiten in Dortmund haben, würde ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren sehr freuen. Natürlich freue ich mich auch, wenn ich Sie in Zukunft als Kunden in meinen neuen Räumlichkeiten begrüßen kann.